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Besondere Lernbedürfnisse

Besondere Lernbedürfnisse

Inklusion meint ALLE Kinder

Inklusion im Bildungssystem bedeutet nicht nur die selbstverständliche Teilhabe von Kindern mit Behinderungen in den allgemeinen Kindergärten und Schulen. Inklusion im Bildungssystem bedeutet die Teilhabe aller Kinder mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Lernbedürfnissen.

Das Gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen erweitert die ohnehin vorhandene Vielfalt in den Lerngruppen der Kindergärten und Schulen: Auch Gruppen und Klassen ohne Kinder mit Behinderungen sind heterogene Gruppen mit einer Vielfalt an Kindern mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen und Lernvoraussetzungen. Das Gemeinsame Lernen vergrößert die Heterogenität und schärft dabei den Blick für unterschiedliche Lernwege und Bedürfnisse aller Kinder.

Auch in Klassen ohne Kinder mit Behinderungen kann es aufgrund der sehr verschiedenen Lernvoraussetzungen der Kinder keinen Unterricht im Gleichschritt geben. Schulen inklusiv zu entwickeln und sie zu einer veränderten pädagogischen Kultur zu führen bietet die Chance, diese auf dem Weg zu einer kind- und zeitgemäßeren Pädagogik zu unterstützen. Alle Schüler profitieren davon, wenn Schulen versuchen, ihnen durch die notwendige Individualisierung und Differenzierung bestmögliche Lernwege zu ermöglichen.

Alle Kinder sind in erster Linie Kinder – auch Kinder mit Beeinträchtigungen

Kinder mit Beeinträchtigungen unterscheiden sich voneinander genauso wie es Kinder ohne Beeinträchtigungen tun. Es gibt genauso wenig „die Kinder mit Beeinträchtigungen“ wie es „die Kinder ohne Beeinträchtigungen“ gibt.

Auch Kinder mit Beeinträchtigungen sind zuerst einmal Kinder. Mit ihren eigenen Persönlichkeiten beschäftigen sie ihre Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen und andere in der Regel mehr als mit ihrer Beeinträchtigung. Sie alle sind Kinder mit einer eigenen Persönlichkeit, mit individuellen Wünschen, Möglichkeiten und Fähigkeiten.

Kinder mit Behinderungen sind wiss- und lernbegierig, und sie haben offensichtliche und auch nicht unmittelbar erkennbare Potentiale.

Wie alle anderen Kinder benötigen sie bei Schwierigkeiten Unterstützung zur Überwindung dieser. Zum Teil brauchen sie dauerhaft angepasste Unterstützungsleistungen (z.B. technische Hilfsmittel, Schulbegleitung, Nachteilsausgleiche). Es gibt Kinder mit Behinderungen die lernzielgleich mit Kindern ohne Behinderungen lernen und es gibt andere, die lernzieldifferent lernen.

Klar ist, dass Kinder mit – wie auch die Kinder ohne – Beeinträchtigungen ganz unterschiedliche Dinge in ganz unterschiedlichen Zeiten lernen. Aufgabe von Kita und Schule ist es, Barrieren für Lernen abzubauen und individuell gute Lernbedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Dazu ist es natürlich unerlässlich – und das sei an dieser Stelle betont – dass die an der Förderung des einzelnen Kindes Beteiligten sich ein fundiertes Wissen in Bezug auf die Behinderung aneignen und sich – wenn nötig – fachliche Unterstützung von außen holen.

In gelingenden inklusiven Kindergärten und Schulen geht es nicht darum, Schwächen und Beeinträchtigungen „wegzufördern“. Stolpersteine und Grenzen sollen nicht negiert werden. Kindergärten und Schulen können Kindern aber helfen, ihre individuellen Stärken zu entdecken und weiterzuentwickeln. Sie können den Kindern helfen, sich als Mensch in der Gemeinschaft zu bilden – auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und möglichst selbstständiges Leben inmitten der Gesellschaft. Vor allen pädagogischen Kenntnissen und Erfahrungen kommt es im Umgang mit Kindern mit Behinderungen genau wie bei jedem anderen Kind zunächst auf eines an: die unbedingte Wertschätzung ihrer Person – so wie sie sind. Diese Haltung zu spüren ermöglicht ihnen den Aufbau eines positives Selbstbilds. (vgl. Alle mittendrin. Inklusion in der Grundschule)

Astrid Schulze, Lehrerin für Sonderpädagogik und Moderatorin in der Lehrerfortbildung

„Lehrer reagieren zurzeit sehr emotional auf Inklusion. Einige haben Vor behalte oder Berührungsängste Menschen mit Behinderungen gegen über. Meistens aber ist es die Sorge, Schülern mit Behinderung pädagogisch nicht gerecht zu werden, da sich die Kolleginnen und Kollegen dafür nicht ausgebildet fühlen. In meinen Fortbildungen versuche ich, ihnen diese Sorge zu nehmen, indem ich ihnen zeige, dass sie bereits jetzt schon täglich im Unterricht mit einer großen Vielfalt von Stärken und Schwächen, Problemen und Störungen umgehen können.

Der wichtigste Schritt liegt darin, eine Haltung zu entwickeln, die jedes Kind in seiner Individualität wertschätzt und Vielfalt als Bereicherung für erfolgreiches Lernen aller Schülerinnen und Schüler erkennt.

Und in Zukunft wächst eine Generation heran, für die der Umgang mit Behinderung ganz selbstverständlich sein wird!“ (Quelle)


 

Worum geht es auf diesen Seiten?

Entsprechend dem ganzheitlichen Inklusionsverständnis der LernWirkstatt Inklusion Olpe+ sollen auf diesen Seiten einführende Informationen und weiterführende Hinweise (Literatur-, Link- und Materialtipps) zu Kindern mit unterschiedlichen Lernbedürfnissen gegeben werden. Hierbei geht es – im Sinne des oben Geschriebenen – nicht um eine Kategorierung der Kinder und ihrer unterschiedlichen Lernbedürfnisse und Besonderheiten.

Gleichzeitig ersetzen die hier angeführten Informationen und weiterführenden Hinweise natürlich in keiner Weise das fundierte Wissen der RegelschullehrerInnen und SonderpädagogInnen, der Eltern und sonstigen Fachleute, die in den Kindergärten und Schulen vor Ort arbeiten.

Diese Seiten befinden sich im Aufbau und sollen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Sie können uns dabei helfen! Nutzen Sie unser Kontaktformular und schicken uns ihre Literatur-, Link- und Materialtipps und sonstige Anregungen.

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